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Nürnberger Laienforum für Psychoanalyse e.V.
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| Herzliche Einladung Literaturkreis am Mittwoch, den 25. Mai 2005 um 19:30Gesprächskreis über Uwe Timms "Am Beispiel meines Bruders"Wir wollen Uwe Timms bekanntes Buch "Am Beispiel meines Bruders" zum Anlass nehmen, um über die Bewältigung der NS-Zeit miteinander ins Gespräch zu kommen. ""Am Beispiel meines Bruder""von Uwe TimmVerlag Kiepenheuer & Witsch, August 2003, geb.16,90 €, ISBN 3-462-03320-4 bzw. Deutscher Taschenbuch Verlag, April 2005, 8,50 €, dtv 13 316, ISBN 3-423-13316-3
Kurzbeschreibung ( Amazon.de: Am Beispiel meines Bruders ): „Karl Heinz Timm, geboren 1924 in Hamburg, gestorben 1943 in einem Lazarett in der Ukraine - Erst nach dem Tod von Mutter und Schwester fühlt Uwe Timm sich frei genug, über seinen sechzehn Jahre älteren Bruder zu schreiben, der sich 1942 freiwillig zur SS-Totenkopfdivision gemeldet hatte und nicht mehr zurückkehrte. Der Neunzehnjährige lebt weiter in der Trauer der Eltern, ihren Erzählungen, den sprachlichen Wendungen, die für sein Schicksal bemüht wurden, aber auch in den Träumen des jüngeren Bruders, der kaum eigene Erinnerungen an ihn hat. Warum wurden diese Träume nach einem halben Jahrhundert immer drängender? Der Impuls, über den Bruder zu schreiben, sich ein Bild von ihm zu machen, von seiner Generation im Nazikrieg, erwächst bei Uwe Timm auch aus der Notwendigkeit, über die Voraussetzungen der eigenen Biographie Klarheit zu gewinnen. Es ist die Frage nach familiären Prägungen, nach Werten und Erziehungszielen, nach Liebe, Nähe und Respekt unter den Bedingungen des nationalsozialistischen Zivilisationsbruchs. Warum hat sich der Bruder freiwillig zur SS gemeldet? Wie ging er mit der Verpflichtung zum Töten um? Welche Optionen hatte er, welche Möglichkeiten blieben ihm verschlossen? Wo ist der Ort der Schuld, wo der des Gewissens bei den Eltern, die ihn überlebt haben? Uwe Timms neues Buch ist ein bewegender und nachdenklicher Versuch über den Bruder, über Schuld und Erinnerung, es ist auch ein Porträt der eigenen Familie und eine Studie darüber, welche Haltungen den Nationalsozialismus und den Krieg möglich machten, was das mit uns zu tun hat und wie man darüber sprechen kann. Ein schönes, kluges und trauriges Buch, das einen nicht loslässt." Wir wollen uns zur Besprechung dieses Buches treffen am
Mittwoch, den 25. Mai 2005, um 19:30 Uhr eckstein - das haus der evang.-luth. kirche Raum 4.05 Burgstraße 1 – 3 90403 Nürnberg Nach einer kurzen Einführung mit Inhaltsbeschreibung wollen wir über die Erfahrungen und Empfindungen beim Lesen dieses Buches reden und uns auf diese Weise den tiefenpsychologischen Hintergründen nähern.
Aus "Nürnberger Nachrichten" vom 1. April 2005:
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