Wir wollen uns diesmal über das bekannte Buch von Kathrin
Asper unterhalten.
Verlassenheit und Selbstentfremdung
Neue Zeugnisse zum therapeutischen Verständnis
von Kathrin Asper
Deutscher Taschenbuch Verlag (dtv), München, 10. Auflage
Februar 2007, 13,00 €,
ISBN 978-3-423-35018-1
Copyright 1987
Früh erfahrene Verlassenheit führt oft zu Selbstentfremdung.
Nur im wiederentdeckten Dialog mit dem inneren Kind kann diese Wunde geheilt
werden. Kathrin Asper wendet sich an die an ihrem Selbstwert zweifelnden
Menschen, denen es eine Wohltat sein kann, von dieser erfahrenen
Psychotherapeutin »erlauscht« und verstanden zu werden.
Verlassenheit und Selbstentfremdung sind Gefühle, die heute
weit verbreitet sind. Psychologisch sind sie verantwortlich für ein gestörtes
Selbstwertgefühl, das Leitsymptorn der sogenannten narzißtischen Störung ist.
Dieses moderne Phänomen dürfte wohl mit dem Verschwinden tragender, allgemein
verbindlicher Werte zusammenhängen, wodurch Verunsicherungen deutlicher zutage
treten. Die Psychotherapie misst der Entstehung von Ich-Schwäche in der Kindheit
besondere Bedeutung zu und sieht in der Wiederaufnahme des Dialogs mit dem
«inneren Kind» den Ansatzpunkt für die Heilung. Erst wenn das bislang stumme
Kind im erwachsenen Menschen gehört wird, kann es zu einer Wandlung kommen. Auf
Grund ihrer besonderen Einfühlungsgabe und langjährigen Erfahrung als
Psychotherapeutin erschließt Kathrin Asper neue Zugänge zu Ursache und
Verständnis dieser seelischen Verletzung. Von entscheidender Bedeutung bei
diesen Therapien ist für sie die mütterlich-fürsorgliche Haltung, die der
väterlichzielgerichteten vorzuziehen ist. Mit zahlreichen Fallbeispielen,
Träumen und Märchen macht die Autorin ihre Thesen anschaulich und verständlich,
so dass ihr Werk nicht nur ein Handbuch für Therapeuten, Ärzte, Seelsorger und
Pädagogen ist, sondern «es richtet sich auch an unzählige an ihrem Selbstwert
zweifelnde Menschen, denen es bei der Lektüre eine Wohltat bedeuten kann, von
einer so wissenden Autorin <erlauscht> und verstanden zu werden». (Zürichsee
Zeitung)
Autorenporträt:
Kathrin Asper, geboren am 12. März 1941 in Zürich, studierte
Sprachen, Literatur und Pädagogik und promovierte mit einem literarischen Thema.
Nach ihrer Heirat ließ sie sich am C. G. Jung-Institut in Zürich zur
Psychotherapeutin ausbilden und arbeitet dort, neben ihrer eigenen Praxis, als
Lehranalytikerin und Dozentin. Außer zahlreichen Aufsätzen in Zeitschriften und
Sammelbänden veröffentlichte sie <Von der Kindheit zum Kind in uns> (1988),
<Schritte im Labyrinth> (1992) und <Fenster im Alltag>(1994).
Wir wollen uns zur Besprechung dieses Buches treffen am
Mittwoch, den 11. März 2009 um 19:30 Uhr
Seniorenzentrum der Stadtmission Nürnberg am Tiergärtnertor
Burgschmietstraße 4, 1. Stock
90419 Nürnberg
(Eingang direkt gegenüber Haltestelle "Tiergärtnertor" über
Rollstuhlrampe am Parkplatz)
Beitrag zur Raummiete für Nichtmitglieder EURO 3,-
Nach einer kurzen Einführung und Inhaltsbeschreibung wollen
wir über unsere Erfahrungen und Empfindungen beim Lesen dieses Buches reden und
uns auf diese Weise tiefenpsychologischen Hintergründen nähern.
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